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Wie kann ich mich in harten Zeiten liebevoll belohnen?

Heute wurde ich gefragt, was ich denn tun würde, um mich nach harten Zeiten liebevoll zu belohnen. Hier geht es also um eine Facette der Selbstliebe.

Das ist eine gute Frage und ein gutes und wichtiges Thema für einen Blogbeitrag.

Denn ist das nicht für jede von uns ein wichtiger Punkt? Gerät das in schwierigen Zeiten nicht auch immer mal wieder in Vergessenheit, gemäß dem Motto, dafür ist jetzt einfach keine Zeit?

Das übergeordnete Thema ist ja eines meiner Steckenpferde, nämlich die lieben Leserinnen daran zu erinnern, wie essentiell es ist, sich gut um sich selber zu kümmern. Denn daraus kommt auch ein guter Teil der weiblichen Kraft.

Doch beginnen wir vielleicht erst einmal am Ausgangspunkt, um Dich abzuholen.

Was meine ich eigentlich mit harter Arbeit?

Das kann für jede Frau etwas Anderes bedeuten, denn so verschieden unsere Leben und Persönlichkeiten sind, so verschieden sind es auch die Anstrengungen.

Ich zum Beispiel bin eine hochsensible Mama. Ich bekomme viel mit, zu viel sogar manchmal.

Wenn ich zum Beispiel so wie jetzt in einer Großstadt wie Dortmund bin und es laut ist sowie voller Menschen, kann es sein, dass ich mich einfach nicht mehr richtig fühlen kann. Oder abschalten und regulieren kann.

Ich brauche inzwischen quasi absolute Ruhe, um wirklich runterkommen zu können. Das ist nicht immer einfach, doch händelbar.

Wenn ich dazu noch allein und unter Dauerbetreuung meines Sohnes bin – und gefühlte 100x am Tag „Mama, Mama, Mama“ höre, kann es mir auch einmal zu Kopf steigen.

Dazu der Alltag, die Finanzen, die Arbeit, die Ärgernisse mit Behörden…

Verstehe mich nicht falsch. Das alles ist händelbar, klar. Und ich bin gerne Mutter.

Ich weiß, dass Kinder groß zu ziehen eben auch mit Herausforderungen verbunden sind, ich meine Komfortzone bereits mit meiner Schwangerschaft verlassen habe und nun dem steten Fluss der Veränderungen folge.

Doch ohne Unterlass und Unterstützung ist das alles eben manchmal einfach erschöpfend. Ohne Pausen für die Selbstpflege nicht machbar.

Und ich hatte bereits einen Burnout und weiß, wie es ist, total durch zu sein. Das kannst Du übrigens hier nachlesen.

Wie sich das anfühlt in mir?

Also bei mir sind es speziell die Nerven. Mein Puls flattert. Ich habe das Gefühl durch meine Körper und meine Sinne geht ein Vibrieren und Flattern. Ich kann mein Herz quasi doppelt laut spüren. Und in mir entsteht ein Gefühl von Enge, von Bedrängtwerden.

Ich kann damit schwer umgehen, auch wenn es inzwischen schon besser geworden ist.

Es gibt auch noch eine Komponente, die Dir eventuell bekannt vorkommt. Eigentlich sind es sogar zwei:

Ich tue echt gerne was für andere.
Ich kann nicht gut Grenzen setzen.

Das erste ist allein genommen keine schlechte Sache. Nur wenn man sich selber ausklammert kann es zusammen mit Punkt zwei einfach zu Aufopferung führen.

Nicht gut.

Für uns Frauen ist der Themenbereich Dienen versus Aufopferung an sich schon ein innerer Konflikt, den so viele Frauen von Haus aus mitbringen.

Kommt Dir das bekannt vor?

Ich diene gerne, das liegt mir. Das Dienen ist eine sehr weibliche Handlung, sie kommt direkt aus der Hingabe und dem Nähren heraus. So schön.

Nur wer dient mir? Wenn nicht ich…

Oder?

Ich habe Dir also von mir erzählt, um Dir erst einmal ein Gefühl zu vermitteln vom Thema. Doch es gibt natürlich tausend andere Frauenleben in ganz anderen Facetten:

  • Ich kenne Mütter mit mehreren Kindern, die unter all ihren Aufgaben manchmal sich selber total vergessen.
  • Und eine Frau ohne Kind, die in ihrer Selbständigkeit in der Gastronomie nur einen Tag die Woche frei hatte.
  • Ich kenne unzählige Frauen, die Kind und Haushalt praktisch alleine managen und dann auch noch arbeiten gehen.
  • Dann gibt es solche, die in ihren Jobs Aufgaben annehmen bis zum Umfallen.

Gemein ist allen, dass wir in unserer männlich-orientierten Welt immerzu auf Leistung schielen, ins Hamsterrad geraten. Wir haben auch einfach viel um die Ohren manchmal und wie ich bereits vorher schrieb, oft ist das auch in Ordnung.

Komisch, irgendwie habe ich das Gefühl, meine Worte zu kommentieren, um nicht als jammernde Frau dazustehen! Verrückt! Wieso?

Sagen wir’s doch mal deutlich: manchmal reißen wir uns den Arsch auf und ja, verdammt, es ist auch manchmal fast zu hart, manchmal zerreißt es uns. Und empfangen tun wir: wenig.

Klar, die Kinderliebe.

Doch wieso nicht auch mehr? Nährendes? Verwöhnendes? Etwas voller Freude? Verspieltes? Selbstliebe in reinster Form?

Liebe Frau, frag nach mehr! Gib Dir mehr! Versorge Dich mehr! Verwöhne Dich mehr!

Das ist Dein Geburtsrecht und ich nutze meine Stimme, um Dich ganz klar und deutlich daran zu erinnern.

Was also ist eine muggelige, verwöhnende Belohnung?

Was ich gleich dazu schreiben werde, sind, glaube ich, keine Neuigkeiten, doch so immens wichtig, dass sie einfach wiederholt werden müssen.

Immer wieder und wieder!

Denn: Selbstliebe lohnt sich immer.

Meine Vorschläge

Da gibt es natürlich die klassischen Dinge:

  • Ein heißes Bad nehmen mit Kerzenschein und verwöhnendem Duft
  • Einkuscheln mit einer Tasse lieblichen Tee
  • Gemütlich einkuscheln mit einem spannenden Buch
  • Eine Massage buchen
  • Einen Spaziergang machen in der Natur
  • Eine Kosmetikerin aufsuchen
  • Zeit für das eigene Hobby nehmen
  • Mit Freundinnen klönen
  • Kuscheln mit wem man will
  • Einmal ausschlafen
  • Sich mit einer besonderen Schokolade verwöhnen

Das weißt und kennst Du natürlich schon alles. Sieh es einfach als Erinnerung an, es auch unbedingt zu machen.

Und zwar: jetzt. In dieser Woche.

Such Dir etwas aus der Liste aus und schenk es Dir. Schaffe Dir Freiräume – und bestehe darauf.

Und was ist, wenn Du vor lauter Pflichten und Alltag das Leichte, Verspielte einfach vergessen hast?

Dann gibt es noch folgende Ideen:

  • In einem Laden aus Spaß das Kleid probieren, das Dich anlacht
  • Hol Dir das teure Magazin, an dem Du immer vorbeischleichst
  • Zieh Dich hübsch an, leg tolle Musik auf und tanze mit Dir selber
  • Geh zum Yoga
  • Spiele und juchze einfach mal so mit Deinen Kindern
  • Lieg einfach mal nur faul rum und tue nichts
  • Sich selber eine Fußmassage geben

Die Liste kann weitergeführt werden – so wie es eben zu Dir passt.

Worum es eigentlich geht?

Sich selber lieb zu haben! Sich selber als wichtig anzunehmen! Sich selber zu beschenken!

Ich möchte noch einmal betonen: es ist wichtig – quasi überlebenswichtig. Damit man als Frau eben nicht ausbrennt.

Was noch?

Für uns Frauen ist die sanfte Zuwendung schon immens bedeutsam. Eben weiblich.

Natürlich ist manchmal eben nicht nur fluffy und in diesen Situationen auch eine Belohnung, zu sich selber zu stehen und dabei zu bleiben. Doch das ist noch ein Thema für einen anderen Beitrag, denke ich.

Also, liebe Leserin, denk in den nächsten Tagen immer daran: sei gut zu Dir.

Denk an Dich, damit Du gut an Andere denken kannst. Lebe Selbstliebe.

Denn Du bist es wert.

Von ganzem Herzen

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