beste freundin selbstliebe

Ein Gefühl namens Liebe…

Liebe ist in aller Munde. Wir alle wollen vor allem geliebt werden, aber auch zu lieben ist etwas Wunderbares. Unser Leben dreht sich natürlich um dieses oft beschriebene, oft diskutierte Gefühl, denn es wird oft als die stärkste Kraft im Universum bezeichnet. Meistens dreht es sich um die romantische Liebe. Oder auch die Liebe in der Familie, zu den Kindern oder auch zu unseren Haustieren.

Wie finde ich den richtigen Partner? Wie kann ich meinen Kindern die Liebe geben, die ich selber nicht so hatte? Mein Hund, der treue Gefährte… so und anders lesen sich tausende Artikel und Bücher. Zu Recht, denn das Lieben ist ja auch eines der schönsten Themen des Menschseins.

Mich interessiert das auch sehr, doch was mich auch seit Jahren beschäftigt ist auch das Thema: wie liebe ich mich eigentlich selbst?

Bin ich mir eine gute Freundin? Bist Du das?

Diesem Thema möchte ich mich heute widmen. Also lass uns einsteigen…

Was heißt das eigentlich –  seine beste Freundin sein?

Natürlich beschäftige ich mich schon lange mit dem Thema „Zurück zu meinem inneren Kern“, das ist mein Fokus im Leben. In Berlin 2006 habe ich mit mir vereinbart, das zu meinem Ziel zu machen. Alle Erkenntnisse, die ich bis jetzt gefunden habe, haben damit zu tun. Auch davor schon – ohne das bis dato so ausgesprochen und festgelegt zu haben – drehte sich mein Lernen und Studieren doch stark darum. Allerdings ging es lange Zeit sehr hart, sehr fordernd für mich zu. Aber dazu gleich mehr.

Doch es sollte doch tatsächlich bis 2016 dauern, bis ich tatsächlich auf dieses „der eigene beste Freund“ sich selber gegenüber stieß. Es kam von einer meiner Lehrerinnen – von Leonie Dawson. Sie ist eine wunderbare Autorin, sehr nah am Menschsein, sehr authentisch. In einem ihrer Texte schrieb sie darüber, wie sie als Teenager gemobbt wurde – und das eher für die Mobberin schlimm fand, als für sich.

Denn die andere liebte sich in ihren Augen nicht. Weil sie es nötig hatte, andere zu hänseln.

Sie fragte sie: liebst Du Dich nicht selbst? Und die Antwort: nein, Du etwas. Darauf Leonie: aber natürlich liebe ich mich selbst.

Leonie schrieb, wie sie schon seit früher Kindheit immer jemanden – wie einen Zwilling – in sich trug, als Teil ihres Selbst, die stärkend, motivierend und liebevoll zu ihr spricht.

Wow, dachte ich. Einfach nur: wow.

Und: habe ich das auch?

In Leonies Worten ist die innere beste Freundin jemand, die

  • Zu einem steht
  • Liebevoll zu Dir spricht
  • Dich aufbaut
  • Deine Gefühle aushält
  • Sich mit Dir freut
  • Mit Dir weint
  • Dich motiviert
  • Coole Sprüche reißt

Wenn das nicht mal gut klingt!

Das wollte ich auch! Und um ganz ehrlich zu sein: es noch nicht hatte. Vielleicht ergeht es Dir ja auch so, also lass uns weiterschauen und das Konzept sich so richtig schön ausbreiten. (Und am Ende des Textes sagst Du, au ja, wie schön.)

Und was ist es nicht?

Mit meinem wilden, viel denkenden Geist habe ich jahrelang ordentlich Touren gemacht durch verschiedene Themenwelten. Natürlich das Meiste im Rahmen der Selbstentwicklung.

Ich war aber auch knallhart zu mir. Extrem. Übte sehr viel Druck aus. Und der Kampf der Gedanken… die Kritik an sich selbst… Du bist natürlich ein anderer Mensch. Doch glaube ich, dass viele Frauen heutzutage innerlich viel Mist über sich denken. Zu streng mit sich sind. Zu kritisch. Wenig wertschätzend. Und dann auch vergessen, dass es da drinnen Tränen gibt, Schmerzen darüber, dass keine wirkliche Freundschaft zu sich selber da ist.

Um es mal auf den Punkt zu bringen: eigentlich fallen wir uns tierisch selber in den Rücken.

Wie es sich also zeigt, keine beste Freundin zu sein:

  • Überkritisch sein
  • Gemeine Gedanken über sich denken
  • Fehlende Wertschätzung
  • Fehlende Anerkennung
  • Abhängigkeit von äußerer Bestätigung

Klingt nicht gut, kann aber durchaus immer und immer wieder in der einen oder anderen Form bei vielen von uns auftreten.

Wie das entstanden ist und ob da nicht auch Anteile sind, die wichtig zu nehmen sind, darum geht es jetzt übrigens nicht. Mir geht es ganz deutlich darum, dass wir zurückerinnern und neu erlernen, zu uns selber gut zu sein. Eben die beste Freundin zu sein.

Und wie fühlt sich das an?

Wie verhältst Du Dich Deinen Freundinnen gegenüber? Menschen, die Du gern hast oder liebst? beste freundin selbstliebe

Genau: mitfühlend, zuwendend, liebevoll.

Und warum das dann nicht auch auf Dich selber anwenden? Also: seine eigene beste Freundin zu sein ist genau das… ich schenke mir selber den Zuspruch, den ich brauche. Ich gebe mir selber, was ich brauche:

  • Anerkennung
  • Liebe
  • Zuwendung
  • Aufmerksamkeit
  • Zuspruch
  • Ein Geschenk

Äußere Zuwendung ist da eventuell leichter als die innere. Was meinst Du?

Doch wie wäre es, einen inneren Prozess zu starten, und einfach radikal gut zu sich zu sein! Revolutionär 😉

Schluss mit der ständigen Kritik! Schluss mit dem ständigen Rekapitulieren von unschönen Erlebnissen! Rein in das positive Sein!

Stichwort: gut zu sich sein

Um es vorweg zu nehmen – ich meine hier nicht das ständige Affirmationen sprechen. Wobei, wem es guttut, der soll es gerne machen.

Das kann für viele von uns, die das nicht gewöhnt sind, einfach auch zu viel sein am Anfang.

Ich meine auch nicht, Gefühle wegzudrücken oder zu ignorieren. Es geht einfach um das Bei-uns-sein, das Pferdestehlen mit uns selbst, das Durch-dick-und-dünn gehen mit dem Menschen, mit dem man sein ganzes Leben zusammen ist.

Beginnen wir also einmal mit einem Reinfühlen in uns selber…

Setz Dich bequem hin und schließe dafür einmal kurz die Augen. Atme einige Male tief ein und komme bei Dir an. Sinke in Deinen Sitz. Mache gar nichts mit den Gedanken… auch wenn tiefes Einatmen beruhigend wirkt, so horche doch einfach mal, wie Du gerade mit Dir sprichst…

Bei mir war es früher dann wie „Mist, mache ich das richtig… Mist, hier piekt es… Mist, meine Gedanken kommen nicht zur Ruhe…“ und so weiter und so fort… Ich war doch sehr angespannt.

Also, egal, was da ist: es ist ok. Lass es so.

Jetzt möchte ich, dass Du Dir folgendes vorstellst. Du kommst nach Hause, geschafft und müde – und schaust in den Spiegel. Und lächelst. Dann siehst Du, wie Du Dir gemütliche Hausklamotten anziehst. Dir einen Tee machst. Dich zwischen den Kissen auf Deinem Sofa unter einer Decke Dich einkuschelst. Es ist warm. Es ist gemütlich. Der Tee schmeckt wunderbar. Du bist einfach. Du denkst, ach, ich fühle mich gut. Dann: das war ein ganz schön anstrengender Tag, aber ich habe ihn ganz gut gemeistert…

Wie fühlt sich das an – in der Mitte, am Herzen?

Leg doch die Hände doch da hin und spüre einfach mal… Dich… ist das nicht angenehm?

Tut Dir das gut?

Mir tut es gut! Ich habe da sogar ein Lächeln im Gesicht, nur für mich.

Und das ist es, was wir brauchen. Oft. Immer. Nicht vergessen.

Was man noch alles machen kann, um sich gut zu tun:

  • Nacken massieren und kraulen
  • Selbst in die Arme nehmen
  • Warm baden
  • Sich schön bekochen
  • Einkuscheln und träumen
  • Schöne Musik anmachen

Sich einfach liebhaben! Bitte auch innerlich…  Ab sofort heißt es: immer mal wieder auch in Gedanken zu sich stehen, liebevoll sein.

Denn ich bin mir sicher, dass Du mehr als liebenswert bist! Bitte sei gut zu Dir.

Und wer da übrigens noch mehr einsteigen mag, für diejenige habe ich demnächst einen kleinen Kurs, an dem ich momentan noch feile. Man darf sich darauf freuen!

Und dann noch?

Ich hoffe, ich konnte mit meinem Text etwas darauf aufmerksam machen, wie schön und heilsam die Wieder-Anfreundung mit uns selber ist. Manche Dinge kommen nicht über Nacht, doch jeder erste kleine Schritt ist ein Anfang.

Ich habe auch noch ein kleine Aufgabe für Dich, eine Anregung… Ich fordere Dich heraus:

Schreibe doch einmal einen Liebesbrief an Dich selber.

Nimm ein Blatt Papier. Halte einen Moment inne. Frage nach Deiner inneren besten Freundin… und horche nach, was sie zu Dir sagt.

Ein kleiner Schritt… mit großen Auswirkungen. Denn da ist eine wunderbare Freundin zu gewinnen. Also: nimm Dir Zeit und mache es. JETZT.

Denn:

Eine Reise von 1000 Schritten beginnt mit dem ersten Schritt.   – Laotse

In Liebe

 

 

 

 

 

 

 

 

P.S.: Ein paar andere Texte laden ein, noch mehr Selbstliebe zu entwickeln: und zwar hier und hier.

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