winter nordsee verbundenheit

Warum es sich lohnt, an eine größere Schöpfung zu glauben.

In unserer Wohnung gibt es einen ausgebauten Dachboden, in dem wir unser Familien-Arbeitszimmer haben. Da sitze ich gerade und schaue aus dem schrägen Dachfenster, vorbei an den leeren Winterzweigen der Eichen, in den Himmel.

Die Wolken ziehen schnell an mir vorbei. Leicht wie Feder, kaum zu sehen heute in diesem hellblau leuchtenden Winterhimmel.

Ziehe mit ihnen… spüre die Weite, die Unendlichkeit dahinter. Direkt in meinem Herzen spüre ich die Größe dieses Universums. Spüre die starke Energie, spüre die Liebe. Dass ich liebe empfinde und geliebt werde.

Es ist stärkend. Beruhigt meine oft unruhigen Nerven. Bringt Gelassenheit. Lässt mich Verbundenheit spüren, als ein Teil des großen göttlichen Ganzen.

Mmmh. Schön.

Und wichtig.

Warum?

Und war es schon immer so?

Heute möchte ich Euch gerne entführen in die Welt der Spiritualität. Ich möchte Euch zeigen, wie gut es tut, wenn man seinen „Glauben“ entdeckt. Wie es ist, sich verbunden zu fühlen.

Das ist es doch, was wir oft vermissen, oder etwa nicht? Sich so sinnlos und als einsames Teilchen zu fühlen. Dinge nicht zu verstehen, die aus der Dualität heraus so wehtun.

Ich schmeiße mit Begriffen um mich und werde Euch aufklären, was das für mich bedeutet. Möchte Euch von dem wegbringen, was wir heutzutage als Glauben bezeichnen, zu einem, der nur einem selber gehört.

Denn darin versteckt sich Kraft. Kraft für einen selber, aber auch für die Welt.

Ich möchte für Euch mein Wissen darüber so in Worte fassen, dass es in Euren Herzen anklingt. Denn dieser Glaube ist schön, tief und sehr, sehr heilsam.

Fangen wir also bei der zweiten Frage an.

Ein Blick rückwärts.

Die Antwort ist ja. Und auch: nein.

Wie wir alle wurde ich geboren und war verbunden mit allem.

Mein Umfeld allerdings nicht.

Ich kann jetzt noch in mir spüren, dass ich eigentlich immer gefühlt habe, dass ich verbunden bin, dass ich Liebe bin – und doch bin ich ein Mensch und erlebe menschliche Gefühle und Emotionen wie wir alle. Habe somit unzählige Erfahrungen gemacht, die mich das tiefe Liebesein vergessen ließen.

Als ich ein Kleinkind war, haben sich meine Eltern nicht so gut vertragen und sich bereits scheiden lassen, als ich 1 ½ Jahre alt war.

Ich habe irgendwie gedacht, ich sei schuld, so wie Kinder das oft denken, ohne dass die Eltern und anderen Erwachsenen davon etwas mitbekommen. Ich erfuhr Verlust. Einsamkeit. Schwere.

Ich habe dann schon früh meine Mama gesehen, die darunter sehr gelitten hat, und für sie Verantwortung übernommen. Sie war einfach auch jemand, die auf ihrem Weg die Liebe nur in unserer verdreht-westlichen Weise erlebt hat. Schmerz gleich Liebe.

Ja, doch, sie hat mich auch geliebt. Doch das vorherrschende Gefühl, dass ich bei meinem Umfeld und bei mir feststellen durfte, war Schmerz. Und Mangel. Nie genug haben – im Herzen. Alle drehten sich um sich selbst, für mich als Kleine blieb da manchmal nichts. Verwirrung am ehesten.

Diese Themen zogen sich durch meine Kindheit, meine Jugend und auch meine Jahre als junge Erwachsene.

Ich weiß noch, als Teenager habe ich mich so sehr danach gesehnt, geliebt zu werden, meine große Liebe zu erfahren. Tatsächlich war ich aber so verängstigt inzwischen, durch die Vorbilder, die ich um mich herum hatte, dass ich extrem verschlossen war. Ich wollte auch eigentlich nicht mehr verletzt werden. Habe mich geschützt.

Komischerweise fällt es mir sogar schwer, das hier so deutlich zu schreiben, denn das ist natürlich etwas, dass ich am liebsten ganz weit verstecke.

Kennt Ihr diese Verschlossenheit, mit einer großen Portion Schüchternheit, aus Angst heraus?

Von „Glauben“ an eine schützende Hand, an die tiefe Verbundenheit, konnte da einfach nicht die Rede sein.

Allerdings: ich habe in die Tiefen des menschlichen Leidens geblickt. Ich habe alle überlebt. Alle gemeistert.

Meine Stärke darin wieder gefunden.

Und ja: ich muss doch auch beschützt gewesen sein, denn da waren schon ein paar ganz tiefe Verletzungen dabei.

In meinen Zwanzigern bin ich nach Berlin gegangen und in der sündig-bunten Welt des Nachtlebens unterwegs gewesen. Auf der Suche nach der Liebe.

Man, war ich verwirrt. Dieses Feiern, wie es die Berliner so nennen, war wundervoll und erschreckend zugleich. Oberflächlich und tiefgehend.

Mit meiner feinen Seele habe ich auch hier einige sehr intensive Momente in meinem Leben erleben dürfen.

Ich wollte zum Beispiel schon damals Menschen helfen. Falscher Ort natürlich, wenn Drumherum die Musik dröhnt und alle in ganz anderen Sphären unterwegs sind.

Liebe?

In ihrer oberflächlichen Form vielleicht.

Hier spürt man diese verwirrende Zweiseitigkeit meiner Antwort: Liebe im Außen gesucht – und dabei eigentlich schon immer die Liebe im Herzen gehabt.

Ich konnte sie aber nicht spüren. Mein Herz war irgendwie verklebt, verschlossen, ein dicker Kloss in meiner Brust. Ich fühlte mich inmitten von vielen, vielen Menschen abgeschnitten und einsam. Unverbunden.

Ich musste immer gedanklich Gefühle eingeben…

Ich wollte den Schmerz weg und die Liebe herbeidenken…

Was natürlich nur bedingt geht.

Dabei war die Er-Lösung so nah, so nah.

Wohl hätte ich sie aber ohne meine Vorgeschichte nicht so entdeckt, wie ich es jetzt getan habe.

Lass mich Dir das gleich noch näherbringen…

Doch zuerst…

Warum ist „Glaube“ so wichtig für Dich? Für die Menschen? Für Mutter Erde?

Da möchte ich doch gerne eine zweite Frage vorab in den Raum stellen.

Wie empfindest Du unsere Welt heutzutage? Als einfach und angenehm?

Glaubst Du daran, dass man sich mit genug mentalen Affirmationen sein Leben und die Welt schön denken kann?

Sein Leben: ja.

Die Welt? Schön wär’s…

Ey, Moment, so schwarzmalerisch soll es nicht sein. Ich glaube nach wie vor an die Kraft der Liebe und daran, dass, wenn genügend Menschen sich auf ihre Herzen besinnen und tatsächlich auch Mitmenschlichkeit, Liebe, Zusammenhalt und all diese Dinge leben, es gut werden kann.

Doch ansonsten ist nach langen Jahren des Studierens und Beobachtens dieser Erde klar: es sieht düster aus. Sehr sogar.

Die Natur wird immer noch zerstört. Tiere gequält. Menschen ebenso. Die Meere verseucht. Wo man hinsieht – Wut, Zorn, Drama. Politik, die uns für dumm verkauft.

Zu hart, meinst Du? Stimmt nicht, denkst Du?

Ich wünschte, es wäre so. Wirklich.

Und genau an diesem Punkt setzen wir an. Du und ich und alle um uns herum.

Denn in meinem Artikel geht es doch um den Glauben – und warum er wichtig ist.

Die Welt und das Universum bestehen aus Energie.

Alles beginnt quasi mit einem energetischen Impuls. Selbst Materie ist eine verfestigte Form der Energie.

Mit Energie können Welten bewegt werden. Wenn wir Zorn und Drama pflegen, so senden wir damit einen bestimmten energetischen Impuls aus. Mit allen unseren Äußerungen.

Wellenförmig bewegt sich die Energie von uns fort – und von allen anderen auch – in Richtung Welt.

Haben wir also einen Anteil an dem Geschehen auf dieser Erde?

Ganz bestimmt.

Wenn ich mir jetzt also vorstelle, wir alle würden wieder in unseren Herzen leben, in Verbindung zum großen Ganzen, dann könnten wir dem Geschehen auf dieser Erde einen Schubs geben – in Richtung schönere Welt.

Durch das Gefühl der Verbundenheit, dass wir selber in uns spüren und pflegen, können wir die modernen Gefühle der Isolation, des Alleinseins, der Sinnlosigkeit heilen.

Denn Mutter Erde geht uns alle an…

Ich wünsche mir so sehr, dass es menschlicher und wärmer auf dieser Erde zugeht. Dass es vielen Menschen gut geht. Das weniger hungern müssen, leiden, krank sind. Dass Mutter Erde nicht nur verschmutzt und ausgebeutet wird, sondern wir sehen, wie schön sie eigentlich ist. Wir sie pflegen, verehren und gut auf sie aufpassen.

Und ich habe das ganz tiefgehende Gefühl, dass vieles davon von jedem einzelnen von uns abhängt.

Dass jeder von uns seinen Beitrag dazu leisten kann.

Dass wir zusammen stark sind. Quasi von innen heraus.

Und nun die große Frage: an was soll ich glauben und wie soll ich selber daran kommen?

Ich habe mir viele „Glaubensrichtungen“ angeschaut in meinem Leben und mir wie aus einem Bauchladen genommen, was mir zusagt.

Natürlich erst als junge Erwachsene so klar, wie ich das jetzt schreibe.

Ich bin getauft worden, habe in Kindergarten und Schule Religionsunterricht gehabt, bin konfimiert. Inzwischen: bin ich aus der Kirche ausgetreten.

Ich kann und konnte selber in der Gemeinschaft des christlichen Glaubens keinen Hafen finden. Von den Märchen, wie sie in der Bibel erzählt werden, bin ich nicht so angesprochen worden. Ich finde die Regeln und merkwürdigen Rituale für mich eher bedrückend als beglückend.

Gut, das ist eher die Einrichtung Kirche als der Glauben an sich. Denn dass es einen so bedeutenden Menschen wie Jesus gegeben hat mit einer ganz besonderen Art der Energie ist klar. Doch was andere Männer daraus später gemacht haben, entspricht ihm eher nicht so sehr. Ganz persönlich, in meinen Augen.

In anderen Glaubensrichtungen habe ich vieles gefunden, das mir sehr nahegeht. Andererseits sind auch viele Schriften dort nicht so in ihrer Wortwahl, dass es tief in mir einsinkt. Verstehst Du, was ich meine?

Auf einem Kissen sitzen, mit gradem Rücken, tut mir weh. Den Geist leer bekommen, während es mich überall juckt und sticht, stellt mich vor eine nicht zu meisternde Aufgabe. Einen Marathon – 10 Minuten, eine Stunde, mehrere Stunden – darin zu absolvieren liegt mir inzwischen so was von fern.

Viele Begrifflichkeiten haben sich mir einfach nicht erschlossen…

…denn das ist es doch, worum es dabei geht: wie komme ich selber auf eine Ebene, auf der ich spüre, wie ich ruhig, gelassen und voller Vertrauen werde.

Meine Beschreibungen hier müssen auf Dich so gar nicht zutreffen. Vielleicht findest Du genau in einer der angesprochenen Glaubensrichtungen Dein Zuhause. Das ist dann auch gut und in Ordnung.

Das Thema ist sehr, sehr persönlich wie nur irgendwas.

Doch wir sind ja auf der Spur des Glaubens an sich, nicht?

Bei mir ging es vor allem los mit einer Frauenbewegung, die sich „Awakening Women“ nennt. Sie ist ins Leben gerufen worden durch die sehr charismatische Chameli Ardagh, die mit ihrer Stimme in Erzählungen über alte weibliche Gottheiten einen tiefgehenden Einblick in weibliche Spiritualität gibt.

Schau sie Dir mal an, sie sind so besonders. Ein liebender Hafen für alle wundervollen Frauen.

Ich möchte Dir hier als erstes dazu auch eine Meditation von ihr wärmstens ans Herz legen.

Diese Meditation ist ein so wundervoller Herzöffner! So schön, dass ich mir den immer noch immer wieder gerne innerlich in Erinnerung rufe.

Prädikät sehr wertvoll!

Diese Gruppierung zeichnet sich für mich besonders dadurch aus, dass eine ihrer Kernaussagen ist, dass weibliche Spiritualität gelebt werden will.

Sie will gefühlt werden, erlebt werden, getanzt werden – einfach verkörperlicht werden.

Ein Beispiel – oder auch zwei… ich lebe mit Mann und Sohnemann ja an der Nordsee. Das Meer ist immer schon ein kraftvolles Element gewesen, das uns alle tief berührt. Selbst jetzt im Winter!

Ich gehe als dort spazieren, schaue am Horizont entlang, in den Himmel, auf die bewegte See. Der eisigkalte Wind weht um meine Nase, dringt in die Ritzen meiner Kleidung. Die Möwen schreien. Die Wolken ziehen vorbei, es regnet kurz im Sonnenschein. Ein Regenbogen zieht seinen ganzen Bogen… ja, also, was ist denn das, wenn nicht göttlich?

So wunderschön! Für mich und für alle anderen, die da gerade spazieren gehen. Mutter Erde zeigt sich in all ihrer Pracht.

Ich atme tief durch. Ich öffne mein Herz in diese Unendlichkeit… spüre, wie ich Teil des Ganzen bin. Also auch ein göttlicher Funken. Der seine Kreise wieder in mein Herz zieht. Ich lächle.

Mmmmmmh…

Solcher Art Momente mit all den tiefen Empfindungen gibt es häufig im Augenblick.

Als Mutter kennst Du das vielleicht in anderer Form. Du siehst Deine Kinder an und bist so tief berührt – darüber geht ja fast gar nichts. Du erkennst das Wunder, das Du selber geschaffen hast. Irre. Wahnsinn.

Immer und immer wieder so in das Herz zu gehen ist auch: Glaube.

Chameli hat einmal von einer wundervollen Weisheit ihrer Lehrerin Shanty Mayi berichtet:

Du brauchst Dein Herz nicht zu schützen. Dein Herz ist Dein Schutz.

Genau so ist es!

Vielfach suchen wir alle immer nach der Liebe durch andere, klar, wir alle fühlen uns gerne verliebt, geliebt, liebend.

Doch das geht tatsächlich auch ohne Gegenüber. Wir sind diese Liebe.

Kannst Du Dir vorstellen, wie unglaublich es für mich war, das für mich zu entdecken? Ich habe immerzu Texte gelesen, wo das stand – und es nicht begriffen.

Doch diese Qualität gibt es tatsächlich!

Wie sieht das also noch praktischer aus?

Überlege mal: alles, wie Du es siehst: die Bäume. Die Vögel. Die Tiere. Die Menschen. Die Meere. Die Fische. All das Leben um uns herum – ist doch so wahrlich unglaublich. Es wird gelebt, belebt, von einer unsichtbaren, unendlichen Macht.

Und das ist auch: die große Schöpfung.

So wie sie das alles „atmet“, so ist sie in Dir. Du bist ebenfalls ein Funken dieser Macht.

Und man kann zu ihr sprechen. Im Inneren. Ganz für sich. Sehr persönlich. Und mit etwas Vertrauen kannst Du sie spüren. Oder hören. Oder sehen.

Ich hoffe sehr, Dir einen Einblick und einen Einstieg in Deinen ganz eigenen Glauben gegeben zu haben.

Er ist so schön, wirklich. So stärkend. So nährend. Innerlich reich machend.

Immer, wenn es gerade irgendwo schwierig ist, kann man sich daran wenden – an die Große Mutter, den Großen Schöpfer, an Mutter Erde. Ein freier, ständiger Quell an Liebe, Stärke, eigener Kraft.

Ich hätte nie gedacht, dass ich dazu auch das mal sagen würde – aber Gebete an diese Schöpfung sind etwas ganz Wundervolles.

Zum Abschluss daher eines für Dich und Dein großes Herz:

Mein Herz, ich danke Dir

Mein Herz, ich danke Dir.

Ich danke Dir dafür, dass Du immer für mich da bist.

Ich danke Dir dafür, dass Du mir hilfst, das Leben zu fühlen.

Ich danke Dir, dass Du mit Deiner Kraft gut für mich sorgst.

Ich danke Dir, dass Du mein größter Schutz bist.

Mein wunderbares Herz, ich danke Dir.

Mein Herz, ich liebe Dich.

Wenn Du magst, lege dabei Deine Hände auf Deine Brust. Schließe die Augen und spüre nach, wie es sich in der Herzregion anfühlt. Bleibe noch für einen Augenblick in Dankbarkeit und Liebe, genieße den Moment.

Wenn Du bereit bist, räkele Dich, öffne die Augen und komme im Raum an.

Liebe Seele, die Du das liest – komm heim. Fühle Deine Verbindung zum großen Ganzen. Du bist nicht allein, Du warst es nie.

Liebe Leserin, ich hoffe sehr, Dir mit meinen Worten dieses besondere Thema nahegebracht zu haben. Ich wünsche mir so sehr, dass diese ungenutzte Kraft wieder stärker bei den Menschen auftritt, bei Dir, bei mir, bei den Menschen.

…und ich merke selber bei meinen eigenen Worten schon, hui, das steckt ganz schön Kraft dahinter!

In Liebe

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