Mein Blog und meine bald mehr und mehr folgenden Angebote sind ein Ruf, dem ich folgen muss.

Bis jetzt habe ich über gesundes Essen, Familie, Gesundheit und Reiseträume geschrieben, was alles große Steckenpferde von mir sind.

Ein noch größerer Bereich jedoch ist die Seele, das Emotionale.

Und er ist gerade der Empfindlichste. Der Verwirrendste. Der Verletzlichste.

Er braucht Mut, sich zu zeigen.

Denn ich will etwas Gutes tun und Dich erreichen, liebe Zauberfrau.

Ich will Dir meine Stimme leihen, damit Du Dich gesehen und verstanden fühlst. Nicht mehr so allein.

Heute will ich daher über meine Schüchternheit und das Introvertiertsein sprechen. Ich werde von mir sprechen, offen, direkt und authentisch – um Dir die Tür zu öffnen, Dich selber zu sehen, Dich wahrzunehmen, Dir zu erlauben, eben auch diese Dinge auszusprechen. Und für Dich neu zu „bewerten“.

Also schauen wir einmal, ob Du Dich in meinen Worten wiederfinden kannst. Und ob Du Dich mit meinen Worten mehr annehmen, in Deiner Wahrheit zuhause fühlen kannst.

Niemand hat mir in den letzten Jahren bestätigt, dass ich schüchtern und introvertiert sein könnte.

Ich bin ausgegangen. Ich habe mich herausgeputzt. Ich war unter vielen Menschen. Ich war sehr gesellig.

Ich wollte einfach gesellig sein. Dazu gehören. Ich war aber gleichzeitig auch einfach nicht greifbar.

Ich habe unter einer Maske versteckt, dass ich

  • schnell zu viel kriege (von Lärm, von zu vielen Menschen, etc)
  • Menschenmassen als bedrohlich empfinde
  • hochsensibel bin
  • viel mehr mitbekomme als die meisten
  • Gespräche mit mehr als einem anstrengend finde
  • verstärkte Ruhebedürfnisse habe
  • ängstlich bin

Eben auch: schüchtern und introvertiert bin.

 

Wenn ich mit jemandem Fremden rede, dann stehe ich oft Ängste aus.

In Angst davor,

  • dass mir jemand zu nah kommt
  • dass er zu viel von mir will
  • dass ich Fehler mache
  • dass er meine Sensibilität erkennt und unvorsichtig ist
  • dass er Späße macht, die ich nicht verstehe oder nicht witzig finde
  • dass er mich hänselt

Das ist einfach mal echt einschränkend. Zumindest war es das jahrelang.

Und die meisten Menschen würden das bei mir nicht mal als Introvertiertheit erkennen!

Arroganz und Kühle hat man mir bereits vorgeworfen. Mitnichten bin ich das. Aber ich kann so wirken – die Betonung liegt auf wirken, heißt: das ist mein Schutz.

Denn Schüchterne brauchen Schutz, denken sie – oder?

Viele Situationen in meinem Leben haben mich diese Art der Maske entwickeln lassen.

Klar kennt jeder die Gemeinheiten unter Kindern, die die vermeintlich Starken den vermeintlich Schwachen aufdrücken. Wer es nicht tut: gratuliere, das ist etwas sehr Gutes.

Ich kann mich erinnern, ich war vielleicht 11 oder 12. Es war Ende der 80er. Klar, die Modeverwirrungen dieser Jahre sind ja bekannt…

Jedenfalls hatte ich eine Jeansjacke mit Nieten, die ich todschick fand und auf die ich sehr stolz war. Ich zog sie an, um damit in die Schule zu fahren. Ich saß im Bus – und was sagten die Jahrgangsrabauken zu mir? Eine Niete mit Nieten!

Puh, das saß.

  • Heute weiß ich: Kinder sind oft gemein zu vermeintlich Schwächeren.
  • Heute weiß ich: der wollte mich ärgern, das heißt, er war derjenige, der einfach kein cooler Typ war.
  • Heute weiß ich: ich war cool, ich bin es noch.

Doch damals… das war einer dieser Momente, in denen meine Maske begonnen hat, sich zu entwickeln.

Mein Schutz.

Habe ich die Jacke wieder angezogen? Nein, nicht zur Schule.

So was aber auch, ich habe mir den Spaß nehmen lassen!

Aber mich dazu zu bekennen, mir selber wirklich gut zu tun und einen ganz eigenen Schutz aufzubauen fernab von Masken, hat dann noch über 20 Jahre gedauert!

Meine Maske bestand irgendwann aus:

  • Nichtgreifbarkeit
  • gefühlsmäßiges Verschließen
  • Kühle
  • perfektes Aussehen
  • Überheblichkeit nach außen
  • Intellektualität

Bei Dir könnten auch dazu kommen:

  • Kasperle spielen
  • Kleinmachen
  • das liebe Mädchen spielen
  • die besonders Wilde darstellen

und vieles, vieles mehr. Der Bandbreite an Maßnahmen, um nicht angegriffen zu werden, ist unendlich.

Aber sind wir denn damit glücklich? Wirklich glücklich?

Die Frage nach dem Glücklichsein stellt sich nicht wirklich, denn es ist ein Überlebensmechanismus, den wir denken, ihn uns aneignen zu müssen… und dann fragen wir uns heimlich doch nach unserem Glücklichsein, aber man weiß gar nicht genau, was man darunter wirklich versteht.

Um als schüchterner Mensch in einer Welt zu bestehen, die so sehr auf das Außen ausgerichtet ist, braucht es doch einen Schutz. Um nicht zu verletzt zu werden und seine Ruhe zu haben.

So war es zumindest bei mir.

Hat das funktioniert?

Eine Zeitlang. Aber auch nicht richtig.

Denn wir wollen doch den anderen spüren und erkennen, wollen wissen, wer er ist… und ich habe mich so in mich verschlossen, immer weiter und immer weiter, dass viele versucht haben, auf andere Art an mich heranzukommen.

Da war einfach irgendwann nichts mehr, was ich noch verstecken konnte. Weniger greifbar ging gar nicht. Und Verletzungen passierten immer noch.

Passieren sie nicht auch noch bei Dir?

Das ist ein Angelpunkt.

In einer Welt voller Menschen passieren Reibereien. Ganz automatisch. Weil wir alle eben unterschiedlich sind. Weil wir daran wachsen. Weil es Teil dessen ist, weswegen wir hier sind.

Gut aufgepasst, das ist eine wichtige Information: wir sind hier, um als geistige Wesen im Körper eines Menschens das Leben zu erfahren.

Die Masken bringen auf Dauer dafür gar nichts.

Im Gegenteil: sie verhindern Akzeptanz. Sie verhindern Wachstum. Liebe. Verbundenheit. Glück.

Bei mir war und ist es einfach das: eine Schutzfunktion, eine Überlebensstrategie.

Ich habe überlebt. Korrekt.

Liebe? Glück? Verbundenheit?

Habe ich für den Schutz fast ganz aufgegeben.

Noch ein Angelpunkt.

Ich sehne und sehnte mich dermaßen nach diesen Dingen. Und so weh es tat, ich verstand irgendwann, dass meine Maske fallen musste – und manchmal noch muss.

Ich sage Dir auch, wenn Du eine Maske hast: für das Fühlen auch der wirklich guten Dinge muss sie gehen. Oder für bestimmte Situationen in der Hinterhand behalten werden.

Nicht so einfach? Stimmt!

Aber lohnenswert!

Denn ich sage Dir auch: in Deiner Schüchternheit und Introvertiertheit liegt Deine Kraft. Deine Schönheit. Oft auch Kreativität.

  • Es ist okay, schüchtern zu sein.
  • Es ist okay, introvertiert zu sein.

Und das ist der Moment, wenn der Zauber beginnt!

Und wie kannst Du Deine Schüchternheit leben?

Gute Frage!

Meine Antwort…

Authentisch sein.

Ich gebe jetzt quasi öffentlich zu, dass ich von alldem manchmal ein bisschen einsam geblieben bin. Früher durch meine Nichtgreifbarkeit, hinter der ich mich versteckt habe.

Heute durch meine offene Schüchternheit.

Zwei Sachen dazu…

Es gibt einen Unterschied zu früher. Durch viele Therapien und viel Selbstreflexion habe ich mich sozusagen wieder entdeckt. Ich bin zu mir nach Hause gekommen und habe darin meine Stärke gefunden. Ich muss mich nicht (immer) mit einer Maske schützen, um zu überleben. Das tue ich eh, das weiß ich jetzt.

Selbst die Verletzlichkeit des Schüchternseins halte ich jetzt aus. Ich weiß so ziemlich, dass mir niemand etwas anhaben kann.

Ändert das was an meinem Umgang mit den Menschen? Ja, doch, teilweise schon. Wenn ich mit lieben, nahen Menschen zusammen bin, zeige ich mich.

Neuen Leuten näherzukommen fällt mir hingehen immer noch schwer.

Ich wohne ja jetzt an der Nordsee und bin umgeben von Ostfriesen. Ich wohne in einer Kleinstadt. Wenn Ihr denkt, dass ich schon eine Freundin gefunden habe, dann irrt ihr. Ich weiß momentan noch gar nicht, wie ich eine finden soll und wo. Ich lasse mir Zeit und hoffe, dass in den nächsten Monaten durch einen Austausch im Laden vielleicht ein Kontakt entsteht.

Letztens war ich auch in einem Bewerbungsgespräch und war total von den Socken. Ich habe versucht, mich gut zu präsentieren und doch ich zu sein. Im Nachhinein weiß ich, dass ich durch den Stress ziemlich kopflos war – und ein wenig Angst hatte, wie das ankommt.

Ja, als Erwachsener und insbesondere als Mutter Leute kennenzulernen ist irgendwie schwerer als früher, z.B. als Student, denn jeder ist so auf seine Familie ausgerichtet. Schwerer auch, wenn man weiß, wie man jetzt ist.  Das macht mir manchmal zu schaffen, aber eigentlich bin ich doch froh.

Denn, und das ist wichtig für Dich:

Ich stelle mein Leben als introvertierte Frau inzwischen nicht mehr in Frage.

Und das ist es, was auch Du tun solltest.

Das ist es, was Schüchternsein und Introvertiertheit in einem neuen Licht erscheinen lassen. Ein erster Schritt.

Sich einfach nicht mehr in Frage stellen, die Selbstzweifel verringern, Eigenschaften nicht mehr kritisch bewerten.

Und wie das geht, willst Du jetzt bestimmt gerne wissen?

Als erstes kann ich Dich an dieser Stelle auf meine Kurse hinweisen. Einen biete ich als Freebie an, den Du bekommst, wenn Du Dich bei mir anmeldest. In diesem geht es um Deinen Körper. Der zweite wird jetzt bald veröffentlicht und setzt quasi an einem wichtigen Punkt dieses Blogbeitrags an – unserer Denkweise. Sehr empfehlenswert, wenn Du tiefer gehen willst!

Doch natürlich will ich auch hier direkt schon Rat geben, den Du anwenden kannst.

Beginnen wir einmal ganz am innersten Punkt unseres Seins, so, wie wir quasi hier gelandet sind.

Ich führe Dich gern einmal daran, damit Du weißt, wovon ich spreche.

Schließe kurz einmal Deine Augen. Nimm drei tiefe, ruhige Atemzüge. Langsam bis in den Bauch einatmen, noch langsamer ausatmen. Letzteres ist sehr wichtig!

Fühle, wie Du mehr in Dir ankommst.

Dann atme ruhig weiter und mache – nichts. Bleib einfach sitzen mit geschlossenen Augen.

Was passiert? Kommen die Gedanken zurück? Zum Beispiel in Form von Fragen, was das hier soll, was Du jetzt machen sollst, wie Du Dich fühlst… eben all das, was ständig durch uns durch denkt.

Aber wer denkt da? Bist Du das? Oder ist das nur ein Gedankenfluss, wie jeden Tag, der da vor sich hinplappert, wie ein Beobachter?

So ist es nämlich: das ist ein Beobachter, der immer plappert.

Und darunter – was spürst Du da? Atem. Körper. Stille. Da verbirgt sich Dein Wesenskern, Dein Höheres Selbst, und nicht das, was Du über Dich denkst. Oder was anderes über Dich denken.

Worauf ich damit hinaus will… lasse den Gedankenfluss einfach immer fließen, ohne festzuhalten. Und Schüchternheit und Introvertiertsein sind nur noch so, wie sie sind. Nicht schlecht, nicht falsch, nicht schwierig. Sondern einfach nur da.

Wir müssen nicht all dem Glauben schenken, was wir denken.

Zu abstrakt?

Ich empfehle: einfach immer mal wiederholen. Mit etwas Übung wird es leichter.

Ein zweiter Schritt ist, sich in seinem Herzen zu verankern, seine Gefühle ebenfalls fließen zu lassen.

Das gibt es eine einfache Übung, die ich von meiner Lehrerin bei den Awakeningwomen gelernt habe. Sie heißt „fühlen – küssen – fließen“.

Wenn Du Dich in einem tiefen Gefühl erlebst, ist diese Übung gut, um deutlich zu fühlen, aber nicht festzuhalten – und eventuell im Drama zu versinken.

Es ist sehr einfach… nehmen wir an, Du bist gerade wütend auf jemanden. Fühle die Wut, mache sonst nichts. Geh richtig rein in das Gefühl – ohne es zu verändern. Das ist das Fühlen.

Gehe nun mit Deinem Bewusstsein voll in die Wut hinein, berühre sie. Spüre ihre Qualität – die Hitze oder Kälte, die Intensität, die Größe. Das ist das Küssen.

Lass die Wut einfach laufen… verurteile sie nicht. Dränge sie nicht weg. Lass sie einfach da sein.

Und schon verraucht sie, fließt davon… das ist das Fließen.

So simpel diese Übung sich anhört, so kraftvoll und tiefgehend ist sie. Durch das stete ruhige Betrachten Deiner Gefühle werden sie zu dem, was sie eigentlich sind: reine, klare Gefühle. Und nicht Drama, das sich über Stunden, Tage, Wochen hinzieht und Dir das Leben schwer macht.

Ob das eine Verbindung zur Schüchternheit hat?

Ja, doch! Denn mit unserer Schüchternheit in Frieden zu leben ist doch ein wichtiges Ziel für uns selbst und für die Welt. Denn innerer Frieden ist ein großer Schritt zu Äußerem.

Ich möchte an dieser Stelle eigentlich auch mal eine Lanze brechen für die Schüchternen, Introvertierten dieser Erde.

  • Sie sind meist gute Beobachter.
  • Oft auch gute Zuhörer.
  • Vielfach tauchen sie ein in Kreativität oder andere „Wissenschaften“ und erkennen Dinge, die den lauten Menschen verwehrt bleiben.
  • Ich glaube auch, dass sich unter den Schüchternen liebevolle, reine Herzen verbergen, die, erhielten sie den passenden Raum, in einer eleganten Form erstrahlen.

Solltest Du also einer dieser genannten Menschen sein, dann möchte ich Dir folgendes sagen:

Du wunderschöne Seele

Rein ist Dein Herz

Tiefgehend Deine Wahrnehmung

Sei stolz auf Dich, auf Deinen verborgenen Talente

An Dir ist kein Makel, sondern ebenso ein strahlendes Licht

Schenke Dich so der Erde.

In Liebe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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