Gerade sitze ich zuhause und überlege: Was brauchen die modernen Frauen heutzutage in dieser Welt am meisten?

  • Glück?
  • Zufriedenheit?
  • Mehr Klamotten?
  • Liebe?

Klar, Liebe rangiert natürlich immer ganz oben auf der Liste, aber ich habe so ein untrübliches Gefühl, dass es doch noch etwas anderes ist. Quasi etwas, wodurch sich Selbstliebe besonders gut ausdrücken kann.

Den Druck rausnehmen.

Bevor ich darauf eingehe, wieso, weshalb und warum ich das für ein wichtiges Thema halte, möchte ich eine klitzekleine Übung mit Dir machen.

Sitzt Du gut und hast es bequem? Und hast Du fünf bis zehn Minuten Ungestörtheit?

Gut!

Schlüssel Nr. 1: Bewusstwerden der Körperspannung

Setze Dich bequem hin, räkele Dich, strecke Dich, rutsche noch etwas mehr in Deinen Sitz hinein.

Dann schließ die Augen. Nimm durch die Nase einen tiefen Atemzug in den Bauch, atme langsam durch den Mund wieder aus. Nimm einen zweiten Atemzug, spüre beim langsamen Ausatmen, wie Du noch tiefer sinkst und mehr Platz auf der Sitzfläche einnimmst. Dann nimm noch einen letzten dritten tiefen Atemzug. Atme danach normal weiter.

Jetzt geh als erstes einmal mit der Aufmerksamkeit zu Deinen geschlossenen Augen. Liegen die Lieder ruhig oder zittern sie etwas?

Von dort wandere bis zu Deinen Schultern. Spüre in sie einmal hinein. Fühlen sie sich steif an? Verhärtet? Hast du das Gefühl, dass sie eher nach oben gezogen sind oder locker aufliegen?

Gehe mit der Aufmerksamkeit weiter zum Bauch. Während Du ohne Zwang die leichte Atembewegung bemerkst, spüre einmal hinein – ist Dein Bauch entspannt und locker geweitet? Drückt er fest gegen die Hose? Hast Du ihn eventuell zu fest eingeklemmt?

Als nächstes folgt der Beckenboden. Ein Atemzug an diese sensible Stelle hilft ein Gefühl zu erwecken. Und wie ist es dort – angespannt? Locker aufliegend?

Komme dann wieder zu Deinem Atem zurück. Öffne langsam die Augen.

Das ist die Bestandsaufnahme.

Ich zähle einmal meine Entdeckungen auf – um Dir ein Gefühl zu vermitteln, um abzugleichen:

  • Meine Augen flattern leicht.
  • Meine Schultern sind verhärtet und die normale Haltung ist eher hochgezogen.
  • Mein Bauch darf sich locker halten, aber er stößt heute gegen die Hose.
  • Mein Beckenboden fühlt sich leicht zu gespannt an.

Bei mir sind es also definitiv eher die Augen und die Schultern, in denen ich Spannung und Stress aufbaue – wenn ich nicht darauf achte.

Bei Dir kann es etwas anderes sein, ganz klar. Doch in jedem schleicht sich das eine oder andere ein.

Vielleicht ist es auch ein Körperteil, den ich nicht genannt habe? Zum Beispiel Fingerknabbern? Ein Tick wie ständiges Haaredrehen? Oder den ganzen Körper in bewegungsloser Starre halten?

Schlüssel Nr. 2: Ein erstes Lösen von Anspannung

In meinem Falle ist es einfach – und mach doch einfach mal mit, um zu sehen, was ich meine.

Ich schließe noch einmal die Augen. Atme tief ein und lasse beim Ausatmen bewusst die Schultern sinken.

Ein Schauer durchläuft meinen Körper.

Ich mache das noch einmal – ziehe aber erst extra beim Einatmen die Schultern hoch, beim Ausatmen rolle ich sie nach unten.

Wieder ein Schauer.

Jetzt spüre ich nach – und merke mal wieder, dass ich jemand bin, der seine Spannungen körperlich in den Schultern festhält.

Natürlich bin ich dann eher nicht gelassen. Lasse ich aber dort los, fällt viel Spannung direkt von mir ab.

Und von dieser Übung komme ich zu meinem Thema…

Druck rausnehmen, mehr Gelassenheit finden.

Unsere Welt ist in meinen Augen total anstrengend gerade. Gut, jeder hat andere Stresssensoren und ich als hochsensible Frau mag da besonders empfindsam darauf reagieren.

Du magst eventuell jemand sein, der extrovertiert ist und viel unterwegs ist. Das sogar anregend findet.

Doch schauen wir uns mal um… in den Nachrichten wird stets nur von düsteren Geschichten berichtet. Wir leben jetzt meistens rund um die Uhr erreichbar. Smartphone, Laptop, Computer, unser Leben ist technologisiert hoch drei.

Autos, wo man geht und steht.

Flugzeuge fliegen durch die Luft.

Mal ehrlich, wirklich ruhig ist unsere Welt nicht.

Dann finde ich, dass an uns Frauen sehr hohe Anforderungen gestellt werden. Immer noch.

Kinderkriegen. Kinderaufziehen. Haushalt. Arbeiten gehen. Rechnungen bezahlen. Dazu noch schön und gepflegt aussehen. Bitte noch gute Laune und immer viel Liebe oben drauf.

Organisieren, planen, versorgen, pflegen, machen – das sind große weibliche Talente von uns. Die wir gerne machen und schaffen können – wenn es nicht pausenlos erfolgt.

Richtig?

Ja, doch. Nur: schaffen wir das wirklich so einfach?

Ich sehe um mich herum viele Frauen, deren Familien zerrüttet sind und die das eben alles alleine schultern. Denken, sie müssen das alles so hinnehmen. Und weiter im Hamsterrad bleiben: machen, machen, machen.

Doch der Druck, der muss doch einfach mal raus.

Und nein: wir müssen nicht alles alleine hinkriegen.

Und daher komme ich jetzt zu meinen Tipps, die Dir wirklich, wirklich gut weiterhelfen können, den Druck rauszunehmen. Spannungen abzubauen. Mehr Gelassenheit zu entwickeln. Und dann mehr Kraft zu haben für die Aufgaben, die gerade anstehen.

Schlüssel Nr. 3: Gelassenheit durch Selbstpflege

Wenn Tiere eine spannende Situation erlebt haben, schütteln sie sich – sie schütteln sich sozusagen frei. Und daher sind deren Körper immer so geschmeidig.

Leider haben wir Menschen diese intuitiven Vorgänge oft vergessen.

Das ist größtenteils auch normal, kann aber auf Dauer auch zu allerlei Beschwerden führen. Ihr erinnert Euch – bei mir sind es die Schultern und die tun einfach oft weh.

Gut, bei mir könnte Yoga helfen und das mache ich gerade nicht. Hier könnte ich  selber ansetzen und mir entspannen bringen.

Also: Sport und Bewegung hilft in jedem Fall.

Was wirklich gut ist:

  • Fahrradfahren
  • Yoga
  • Pilates
  • Laufen

Oder irgendetwas anderes, dass Dir gefällt! Aber bitte denk daran: es soll Dir leichtfallen und Spaß machen.

Nicht noch mehr Stress bitte… – aber nicht verwechseln, mit dem Schweinehund. Den darf man ruhig manchmal am Schlawittchen nehmen.

Worum es mir geht ist: Freude am Körper, an der Bewegung, am Spüren. Daran zu merken, es gibt Muskeln und Sehnen, und unser Wunderwerk Körper macht seine ganzen Vorgänge für Dich einfach selbst wie von Zauberhand. Also schenke ihm da eine Portion geschmeidig-bewegte Aufmerksamkeit.

Tanzen zum Beispiel ist auch ein Entstresser. Dafür reichen allein schon die Lieblingsmusik und ein wenig Hüftschwenken zuhause. Keiner schaut hin und Du fühlst Dich wunderbar.

Doch was habe ich in der Überschrift stehen? Achja. Selbstpflege… Genau.

Liebe, wunderschöne Leserin:

  • Bist Du gut zu Dir?
  • Behandelst Du Dich pfleglich?
  • Gibst Du Dir Raum zum Durchatmen?

Ich schlage dafür folgende Maßnahmen vor:

  • Ein heißes Bad mit traumhaften Duft
  • Eine heiße Tasse Tee und sitzenbleiben dabei (!!)
  • Ein Abend mit einem Schmöker
  • Ein Spaziergang im Wald
  • Ausreichend Schlaf – vielleicht einmal pro Woche früh ins Bett?
  • Aromaöle verdampfen lassen
  • Im Supermarkt auch an sich denken – mit Schokolade oder anderem
  • Eine schöne Fahrradtour
  • Schwimmen gehen
  • Eine Massage

Einfach um Dich zu erinnern und zu ermutigen, hier auf das eine oder andere zurückzugreifen.

Solltest Du Mutter sein…

Dann bitte den Mann mehr einspannen – beim ins Bett bringen, beim Vorlesen, usw… bitte hier nicht beirren lassen.

Männer glaubten lange – und das steckt immer noch in vielen drin – dass arbeiten gehen, dadurch, dass es das Geld reinbringt, anscheinend mehr Wert hat, als zuhause zu sein mit den Kindern. Zuhause sein wäre ja Freizeit und Entspannung.

Nein, liebe Leute, dem ist nicht so. Vielleicht, wenn Oma, Tante und andere Frauen noch dabei wären, zur gemeinsamen Aufgabenteilung. Aber wenn eine Mama alleine zuhause ist, dann ist das viel. Und auch sie darf mal Feierabend machen.

Ich bin sehr fürs Teilen und bin nicht nur „für die Frauen“, sondern glaube, dass auch Männer viel leisten heutzutage. Doch ich möchte sehr damit aufräumen, dass sich die Frauen weiterhin aufopfern. Und durch zu viel Stress und Co. ausbrennen – was oft und leicht passieren kann.

Und da kommen wir zu noch einem Schlüssel…

Schlüssel Nr. 4: Die Gemeinschaft, das Dorf, der Clan

Wenn Du zu den Frauen gehörst, die gut verankert sind, dann freue ich mich für Dich.

Doch das ist heute leider nicht immer der Fall.

Kleinstfamilien schultern quasi alles. Mutter-Vater-Kind oder alleinerziehend – es ist der Hammer.

Ich ziehe den Hut vor allen, die das gerade leisten oder schon geleistet haben.

Ich finde, es ist unglaublich. Das sind Wahnsinnskräfte, die Ihr da habt.

Ich bitte alle in dieser Position, den einen oder anderen Tipp auf sich anzuwenden.

Und…

Sucht weiter nach einem Dorf für Euch. Mein Mann und ich haben auch keines wirklich, bis auf den Kindergarten. Und es ist ganz schön herausfordernd.

Ich suche immer noch. Mir hat hier geholfen, online zu sein. Mich in meine Selbständigkeit zu stürzen, das zu machen, was mir am Herzen liegt.

Trotzdem: ohne Dorf ist es nicht so einfach und ich mache weiter mit meiner Suche.

Fragt nach Hilfe. Bleibt offen. Geht in Verbindung.

Denn es ist nun einmal so, dass Trennungen und Zerrissenwerden leider stark um sich greifen. Und den Druck auf uns erhöhen.

Hach… ja. Ich musste doch einfach auch diesen Aspekt für unsere Mutter Erde und uns Menschen reinbringen.

Reichen wir uns die Hände und geben uns gegenseitig Kraft.

Hm, wie leite ich denn hier mal weiter…

Schlüssel Nr.5: Entkrampfung des Körper

Zu guter Letzt knüpfe ich noch einmal an den Anfang an.

Druck kann man selber rausnehmen – und ein wirkungsvoller Weg ist über den Körper.

Setz Dich täglich einmal für 5-10 Minuten ruhig hin. Schließe die Augen. Atmet bewusst sein. Spüre in Dich und Deinen Körper hinein.

Ich glaube, das ist mit einer der kraftvollsten Tipps, die ich für Dich habe. Schenke Dir nur diese wenigen Minuten am Tag und mit der Zeit wirst Du merken, wie Dein Spannungsmuster verläuft. Und wie gut es ist, wenn Du es loslässt.

Später dann kannst Du länger sitzen. Und nach und nach kommst Du bei Dir an. Dein Körper verlernt Stress – und gewöhnt sich an dieses wunderbare Gefühl der Gelassenheit. Lernt es und nimmt es dann als Normalzustand an.

Denn Stress und Druck dauernd zu spüren ist nicht normal. Jeder, wirklich jeder, muss durchatmen und Ruhe finden.

Wusstest Du, dass das Meditation ist? So einfach, so leicht? Und so kraftvoll? Jetzt weißt Du es.

Ach, und noch eins… schütteln wie die Tiere wirkt manchmal auch einfach Wunder. Auch wenn es sich anfangs komisch anfühlt, freuen sich unser Körper, unser Geist und unsere Seele darüber, loszulassen.

Ich wünsche Dir mit meinen Tipps ein wunderbares Entspannen.

 

In Liebe

 

 

 

 

 

 

 

P.S.: Ich habe da noch etwas Tolles, wovon ich Dir noch berichten will… Wenn Du meine Arbeit magst und bei Dir erkennst, ja, mit ihr möchte ich arbeiten, dann sei gespannt auf mein neustes Projekt, das in Kürze rauskommt: der Kurs „Erwecke die Göttin in Dir Modul 1 – wie Du die Denkweise einer Göttin entwickelst“. Ich freue mich so, das mit Dir teilen zu dürfen.

 

 

 

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