Von einer, die auszog, um mit dem Auto nach La Palma zu fahren…

Mein Sohn ist jetzt 3 und doch gibt es eine Erinnerung, die ich immer gerne abrufe: unser Abenteuer, mit dem Auto nach La Palma zu fahren.

Das ist mal ganz was Anderes als meine anderen Texte – und möchte jetzt dringend mit Euch geteilt werden.

Wo liegt das Paradies DEINER Träume?

Denn vielleicht habt Ihr auch Träume davon, einmal anderswo zu leben? Im Ausland, mit einer Sprache, die Ihr nicht sprechen könnt? Und braucht nur einen Anstoß, um loszulegen…?

Oder gehört Ihr zu denen, die sehr verhaftet sind an einem Ort und eher ängstlich, was umziehen, auswandern, loslassen angeht? Und braucht mal einen Hauch von Abenteuer, durch die Geschichte einer Weltenbummlerin, um erst einmal diese Angst und Unruhe zu besänftigen…

Dann ist mein Erfahrungsschatz, was Auswandern und Co. betrifft, sicherlich das Richtige für Euch.

Von Kristina, der Weltenbummlerin

Ich habe bereits viele Länder besucht und in einigen sogar mehrere Monate gelebt.

Ich war auf Reisen in Thailand, England, Schottland, Dänemark, Wales, Spanien, Portugal, Italien, Österreich, Schweiz, Niederlande, Belgien, Frankreich – um nur einige zu nennen.

In China und England habe ich gelebt – und eben auf La Palma, der grünsten Insel der Kanaren.

Ich kann sagen, dass ich gerne reise und aufgeschlossen bin für neue Erfahrungen. Was natürlich ein kleiner Vorteil ist, wenn man Abenteuer erleben will.

Träumen, aber träumen, das kann ja fast jeder… oder? Kannst Du träumen?

Vor La Palma bevorzugte ich Länder, deren Sprache ich sprechen konnte. Ja, Ihr folgert richtig: ich habe Chinesisch und Englisch gelernt, denn dort habe ich eine Zeit lang auch gewohnt.

Spanisch kam hinzu in einem Volkshochschulkurs, der aber längst nicht gereicht hat, um damit ordentlich zu sprechen.

Wie kam es also zu La Palma?

Ich war bereits auf Fuerteventura, ein karge Kanareninsel und ich wollte wieder in diese Region. Ich war aber auch neugierig, ob es dort nur karge Wüstenlandschaft gab – oder auch grüne Natur. Ich suche nach Natur, Ruhe, wenig Touristen… Gibt es! Dort!

Neben La Gomera gibt es noch La Palma. Grün, so grün, grüner geht’s nicht. Durch die hohen Berge mit den hohen Fichten – die sogar Bränden standhalten – werden Wolken gefangen, deren Wasser dann über die Fichtennadeln dazu führen, dass La Palma kühler ist – und eben grüner.

La Palma, das geheime Paradies

Ich kann es nur betonen: La Palma ist DAS Paradies schlechthin.

Ich mein… jeder kennt sie, die Bilder von Stränden in Thailand, auf Mallorca oder in Florida. Ja, stimmt, auch unbeschreiblich. Ich liebe solche Orte wie nichts Anderes.

Und doch La Palma ist eine ganz andere Hausnummer.

Ich war darauf gar nicht wirklich vorbereitet. Und ja, ich hatte schon VIEL gesehen.

Es ist…

Verzaubert. Unberührt. Strahlend. Genau richtig.

Ich habe in meinen Leben noch nie einen Ort gesehen, an dem alles so genau richtig war.

Die Menschen lachen und haben gute Laune. Sie sind entspannt und freundlich.

Die Natur ist unberührt und vollkommen intakt. Die Farben sind lebendig und strahlend und so unglaublich satt – dass ich meinen Augen kaum trauen kann.

Das Klima ist – bis auf wenige Ausnahmen wie der heiße Wind Kalima – immer, wirklich immer warm und angenehm.

Ich habe Bienen summen hören, nicht einzelne, sondern unzählige, die die farbenfrohe Blumenpracht dieser Insel anfliegen. Ich habe direkt geerntetes Gemüse und Obst gegessen, denn dort wächst immer irgendwas – Mandeln, Pflaumen, Orangen, Kiwis, Avocados, Bananen und vieles, vieles mehr. Ich habe Ruhe und reine Luft geatmet, denn Flugzeuge sieht man dort kaum.

Seit mehreren Jahrzehnten ist La Palma eine „Bio“-Insel, die sich deutlich zu Nachhaltigkeit und Umweltschutz mehr als bekannt hat. Die gesamte Kanarische Insel ist ein Biosphärenreservat.

Noch nicht genug?

Keine Sorge, denn es kommt noch mehr… zum Thema, um auch Dir auf die Sprünge zu helfen, bei Deinen Reiseträumen!

Der Auslöser und die Idee

Jede Reise – ob Urlaub oder Auswandern – fängt mit ein paar Dingen an:

  • Der Auslöser
  • Die Idee
  • Die Inspiration

Es ist bei jedem etwas Anderes.

Bei uns zum Beispiel gab es einen etwas unglücklichen Grund. Nach meiner Geburt mit unserem Sohn, der dann Monate schrie, Schlafmangel und Burnout dank postnataler Depression sowie der Abgeschiedenheit von jedweder Unterstützung saßen wir im dunklen Berliner Winter und überlegten, wie es jetzt weitergehen sollte.

Berlin im Winter ist zumeist echt düster. Es fehlten Licht und Wärme, und somit dachten wir uns, dass das vor allem meinem Gesundheitszustand zuträglich wäre.

Ab in die Sonne, dachten wir uns!

Wir waren noch in Elternzeit und hatten das Glück, so frei zu sein. Das wollten wir unbedingt nutzen.

Egal, in welcher Situation Du Dich gerade befindest – wenn ein Tapetenwechsel für Dich gut ist, wirst Du es merken.

Einfach mal raus. Andere Leute sehen. Anderes Essen essen. Andere Sitten und Kulturen kennenlernen. Andere Sprachen sprechen. In die Sonne! Ja, verflixt, wer träumt nicht davon, endlich einmal länger an Orten zu wohnen, an denen dauerhaft die Sonne scheint!

Du zum Beispiel?

Denn das as alles sind wirklich tolle Sachen, um

  • sich frei zu fühlen
  • auf andere Gedanken zu kommen
  • sich neu zu orientieren
  • in eine andere Rolle zu schlüpfen
  • etwas Neues auszuprobieren
  • zu entspannen

Wann kann ein guter Zeitpunkt sein?

  • In der Elternzeit
  • Nach einem Praktikum
  • Nach dem Ende eines befristeten Jobs (ja, man kann auch woanders mal arbeiten…)
  • Man nimmt das Angebot der Firma eines unbezahlten Freimonats an (Sabbatical)
  • Oder auch: einfach so

Die Entscheidung

Uns fiel die Entscheidung relativ leicht. Das mag bei Dir nicht der Fall sein! Das ist ok. Manches will geboren werden und braucht länger, manches nicht.

Ein Tipp allerdings: wenn es irgendwo im Bauch so ein Gefühl gibt von Neugierde, dann am besten nicht wegdrücken. Der erste Impuls ist oft der Beste! Die Umsetzung kommt dann noch. Und zu den Gefühlen später noch mehr.

Und wenn es diesen einen besonderen Satz gibt:

„Ich wollte schon immer mal…“

Ja, was?

  • In den Alpen klettern gehen?
  • In San Francisco mit den Cablecars fahren?
  • In Australien surfen gehen?
  • In Südfrankreich im Cafe sitzen?
  • In Schottland Loch Ness besuchen, um das Ungeheuer zu treffen?

Machen! Nicht ewig aufschieben, denn es ist Dein Leben. Jetzt. Nicht später. Nicht nach der Rente.

Die Welt ist eh im Umbruch, deshalb rate ich jetzt: verwirkliche JETZT Deine Träume.

Wir überlegten dann hin und her, wo es uns denn hinziehen könnte. Wir wollte Ende Februar los und auch in dieser Zeit ist es in den meisten Teilen Europas – auch im Süden – noch ziemlich kalt.

Nur die Kanaren nicht.

Wir prüften dann auch, was mit Unterkunft und so ist. Wir hatten nicht unendliche finanzielle Ressourcen. Da kamen wir dann auf die Idee mit dem Haus hüten. Wir stellten eine Anzeige in ein La Palma Forum – ein paar Tage tat sich gar nichts. Und bekamen direkt eine Finca in den Bergen angeboten. Für einen Appel und ein Ei! Wir waren begeistert.

Trotzdem schlugen wir das Angebot aus, denn plötzlich hatten wir Bedenken wegen der Strecke.

Die Planung

Wir wollten mit dem Auto fahren.

Genau, Ihr lest richtig: mit den Auto bis nach La Palma. Und genau, da liegt ein Ozean auf dem Weg!

Dann auch noch mit Baby… wir konnten die Strecken im Auto nicht zu lang machen, denn wir hatten unser Baby an Bord. D.h., wir planten, vier Tage zu fahren durch Deutschland und Frankreich bis nach Cadiz in Südspanien. Und dann drei Tage auf die Fähre. Genau: 72 Stunden auf dem Atlantischen Ozean.

Da kriegten wir Panik – und ein Angebot einer Freundin, bei ihrem Bruder in Nordspanien unterzukommen. Wir lehnten die Finca also ab und planten unsere Reise nur bis nach Katalunien in die Berge.

Was kann ich Dir daraus für wichtige Informationen geben?

Auch wenn die Entscheidung zu fahren ein deutliches JA war, kann danach immer noch alles durcheinander und chaotisch zugehen. Selbst das Ziel kann sich immer noch ändern, wenn man sich so frei macht.

Nicht jeder Schritt bis zur Abreise ist fest vorgegeben oder in Stein gemeißelt, aber wenn Du grob eine Liste zum Abhaken brauchst, dann schau mal hier:

  • Du hast einen guten Grund zu fahren? Welchen? Beruflich, Freizeit?
  • Du hast Dich entschieden zu fahren? Ja/nein?
  • Du weißt, wo Du hinwillst? Wenn ja: toll! Wenn nein: wo wolltest Du immer schon mal hin?
  • Wie lange?

Alles beantwortet?

Sehr gut!

Denn dann kommen die praktischen Fragen… rund um Wohnung in Deutschland, Unterkunft vor Ort, Fahrtmittel, offizielle Belange, Finanzielles, usw.

Wie haben wir es gemacht?

  • Wir haben unseren gesamten Hausstand aufgegeben.
  • Wir haben unser Auto mit einer Dachbox bestückt und wichtige Dinge beladen.
  • Wir waren noch in Deutschland gemeldet.

Aber der Reihe nach.

Wir sind in dem Bewusstsein gefahren, dass wir eventuell auch länger bleiben würden und nicht nach Deutschland zurückkommen. Für uns war es in unserem Heimatland irgendwie ätzend geworden. Zu laut, zu stressig, mit fürchterlichen Änderungen durch die Politik, klammheimlich und subtil, und wir fühlten uns einfach nicht mehr wohl.

So offen und frei alles zu lassen ist krass und nicht jedermanns Sache. Auch für mich war es neu. Und absolut richtig.

Wir, bzw. eigentlich mehr mein Mann, fingen an, fast unser gesamtes Hab und Gut über ebay Kleinanzeigen zu verkaufen. Das hatte uns zudem auch noch etwas Kleingeld gebracht, was wir gut gebrauchen konnten.

Ich muss sagen: das habe ich noch nie in meinem Leben vorher so gemacht. Ich habe vorher immer alles untergestellt. Aber jetzt wollte ich es einfach mal wissen, wie es war, Sachen loszulassen, nicht mehr so festgehalten zu werden von Materiellem.

Wirklich tolle Sache! (Kleiner Einschub: mein Schatz, wenn Du das liest… Ich bin Dir so dankbar, für diese tollen Erfahrungen. Ich habe sehr viel von Dir gelernt, was Freiheit und Loslassen angeht.)

Einige wichtige Dinge behielten wir und packten damit unsere Biene bis unter das Dach voll.

Von der Entscheidung bis zum Start vergingen, glaube ich, 10 Wochen. Am 28.02. ging es in Berlin los.

Jetzt eine Info, die Ihr bitte vorsichtig behandelt. Für jede Reise in ein anderes Land ist es natürlich wichtig zu prüfen, welche Papiere erforderlich sind. In Europa hatten wir seinerzeit freie Reise- und Aufenthaltsfreiheit als Europäer. Der Personalausweis reichte.

Außerhalb Europas sieht das anders aus, also bitte Reisepass und Visapflicht prüfen.

Und eine Besonderheit zu La Palma… es ist ein Aussteigerparadies. Es ist Spanien, so wie man es aus Erzählungen kennt: mittags sind alle Läden zur Siesta geschlossen, manchmal heißt es manana, manana – und ob wir gemeldet waren, wurde nicht einmal gefragt.

Anmerkung: bei längeren Aufenthalten muss man sich üblicherweise in Spanien melden.

Wir fuhren los – bis nach Nordspanien.

Leider klappte es mit dem längeren Bleiben dort nicht. Es war kalt, wir hatten zu dritt 1,36m zum Schlafen und es ging einfach nicht. Doch ich bin dankbar für diesen Zwischenstopp in den malerischen Bergen von Katalunien, denn…

…er brachte uns die Entscheidung: La Palma, wir kommen doch!

Wir fragten bei der Finca noch einmal an. Und welch Vorhersehung! Das Angebot galt noch. Wir hatten jetzt für ganz kleines Geld eine urtümliche La Palma Finca auf 1000m über dem Meer, mit einem Garten von mehreren tausend Quadratmetern. 5ha! Ein Traum!

Da wir so abgerockt und müde waren, entschieden wir uns, noch in Andalusien zu pausieren. Aber mein lieber Himmel, wie sieht das da teilweise aus? Also im März durch ein Meer von Gewächshäusern zu fahren ist so gruselig.

La Rabita ist ein Küstenort, ganz nah an der Autobahn, und im Februar irgendwie unheimlich. Blick auf Müll und auf silbern blitzende Folie der Gewächshäuser, keine Heizung und Kakerlaken in der Spüle… wir wurden quasi nach La Palma beordert!

Die letzten paar Kilometer bis nach Cadiz gefahren, den Fähranleger aufgesucht und ab auf die Fähre. 72 Stunden Schiffsreise über den Atlantischen Ozean, Seekrankheit inklusive, ein Abenteuer für sich.

Nach 4500 km – davon 2900km im Auto und den Rest über die hohe See – waren wir an unserem Aufenthaltsort angekommen. Die gesamte Anreise dauerte für uns drei Wochen.

Ein Abenteuer, an das wir uns immer wieder gerne erinnern.

Und für Euch: es ist alles machbar – wenn man den Mut hat, seine Träume zu leben.

Das ist Euer Leben. Jetzt.

Was willst Du erleben, was Du nie mehr vergessen kannst?

Die Gefühle rund ums Auswandern

Ein Thema wollte ich dazu noch ansprechen, was für Dich sicherlich von großem Interesse ist: hatte ich Angst? Wie fühlt sich das alles an?

Fangen wir mal so an: klar hatte ich auch Angst.

Angst vor dieser Ungewissheit, auf die wir uns einließen – losfahren ohne feste Unterkunft vor Ort, ohne das Ziel zu kennen – und die aber auch ein Teil der Freiheit ist.

Die man als anregend auslegen kann.

Ich war eigentlich immer ein Planer und dieses Abenteuer war an so vielen Stellen ungeplant, intuitiv und aus dem Bauch heraus, das war echt mal ein spannender Ritt.

Es zahlte sich millionenfach aus.

Ich habe insgesamt aber vorm Reisen und Auswandern weniger Angst als vor vielen anderem.

Jeder hat ja seine spezifischen Ängste. Ich habe zum Beispiel oft tierisch Angst, meine Fähigkeiten öffentlich zu zeigen, also die Angst vor Ablehnung und Kritik. Da empfinde ich auszuziehen, um andere Länder zu entdecken, viel, viel einfacher.

Ich habe eine Anekdote für Angsthäschen… 2008 wohnte ich eine zeitlang in Peking. Ich arbeitete für eine Airline und lud meine Schwester ein, zu mir zu fliegen. Sie hat Flugangst und spricht natürlich kein Chinesisch. Sie kam für eine Woche.

Hinterher startete sie in ihrem Leben zuhause in Hamburg so richtig durch und traf ihren jetzigen Ehemann – weil sie großen Ängsten mit offenen Augen entgegen gegangen ist.

Wenn Du auch jemand bist, der Sicherheit liebt… verstehe ich. Sehr gut sogar. Aber sind Job, Wohnung, unser Besitz wirklich sicher? Oder etwas, hinter dem wir uns verstecken können?

Das anzuerkennen ist auch wichtig.

Doch da draußen, auf dieser wunderschönen Erde, sind so unglaubliche Dinge zu entdecken! Landschaften, Länder, Menschen, Natur… unendliche Möglichkeiten.

Hier noch ein paar Worte zu La Palma, da wir gerade bei den Gefühlen sind.

Es ist ein Paradies und wir fühlten uns so pudelwohl, so nah am Menschsein, so ruhig und rundum glücklich.

Wer gerne mal runterkommen möchte oder auch wandern gehen mag: fahre da hin!

Insbesondere im Nordwesten ist es atemberaubend. Malerisch. Bezaubernd. Mein Geheimtipp!

Dream, baby, dream!

Ja, bitte, nimm meine Reise, meine Erfahrungen, und fange an zu träumen… frage Dich, was Du schon immer einmal machen wolltest.

Und dann gibt es nur zwei Dinge, die Dich dazu bringen können, diese Träume auch zu leben: Du und das Machen. Nur träumen reicht dann nicht, der Erfolg kommt durch das Machen.

Und wenn Du Fragen hast rund um Träume oder auch Auswandern, dann melde Dich an für meinen Newsletter – und trete mit mir in Kontakt.

Denn ich habe Erfahrung, viel Erfahrung und möchte Dir helfen, auch Deine innersten Geheimnisse ans Licht zu bringen und zu verwirklichen.

Melde. Dich. An.

Ich freue mich auf Dich!

In Liebe

 

 

 

 

 

 

 

 

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